Entschuldige Grammatikfehlern, Deutsch ist für mich Drittsprache.
Wir sind 'Mandant' / Auftraggeber und wollen mit Unternehmen Online arbeiten. Leider lebt unsere Steuerkanzlei diesbezüglich im digitalen Steinzeitalter und kennt das Programm nicht. Der Chef will kein Geld ausgeben an Schulung der Mitarbeiter, mann hofft darauf, dass die Mitarbeiter sich selbst Schlau machen.
Wir möchten das Thema digitalisierung in der Kanzlei vorantreiben und haben einiges an Digitalisierungswissen auf die Kanzlei übertragen. Die Hoffnung war, bald automatisiert Rechnungen und Löhne zahlen zu können und alles zeitnah zu überwachen. Mann berechnete uns jedoch diese Stunden, und mann setzt sich nicht in Bewegung.
Es handelt sich um eine etablierte, gediegen Wirtschaftsberatung mit circa 50 Mitarbeiter. Wir möchten lieber nicht wechseln.
Gibt es hier vielleicht Erfahrungs-Experten mit Tipps? Gibt es ähnliche Fälle?
Beste Grüsse
Hallo,
wenn der Chef der Kanzlei nicht investieren will, wird es schwierig.
Ich bin in einer ähnlichen Situation, nur auf der anderen Seite des Schreibtischs. Ich habe eine Kanzlei gekauft, die 30% der Mandanten auf DUO hat. Nur: Damit ist es nicht getan.
Egal, was die Datev sagt: Unternehmen Online ist nicht mal eben implementiert. Ja, das "Programm" selbst ist schnell installiert. Durch den Webzugriff ist das ja auch leicht.
Nur reicht das eben nicht. Viele Steuerberaterkollegen sehen DUO als die moderne Version des Pendelordners. Das nutzt das Programm nicht mal ansatzweise aus.
Nur haben viele Kollegen eben Angst, Unternehmen Online voll beim Mandanten zu implementieren. "Wenn der Mandant das alles selbst macht, dann kann ich meine Buchhaltungshonorare nicht mehr rechtfertigen." Also wird maximal nur gescannt und das war es dann.
Die notwendigen Prozessänderungen auf beiden Seiten werden nicht betrieben und dann wird es mit der Digitalisierung schwierig. Das ist eben mehr, als nur statt Papier PDF auszutauschen (merke: Das P in PDF steht in der modernen Welt für "Papier").
So hart es klingt: Wenn die Kanzlei nicht bereit ist, den Digitalisierungsweg von sich aus mitzugehen, wird das nichts werden. Ich sehe das auch bei meinen "neuen, alten" Mandanten: Wenn die nicht mitziehen, weil sie die Vorteile nicht sehen, dann kann ich noch so viel mit Engelszungen reden. Sie werden den digitalen Weg nicht mitgehen, egal, wie vorteilhaft das auch sein mag.
@Just-Holland schrieb:Die Hoffnung war, bald automatisiert Rechnungen und Löhne zahlen zu können und alles zeitnah zu überwachen.
Zeitnah überwachen kannst du mit Unternehmen online auch ohne die Kanzlei. Einen automatischen Zahlungsverkehr gibt es bei Datev nicht.
1. Löhne: Dafür stellt dir die Kanzlei bei jeder Abrechnung eine Zahl-Datei im UO bereit. Da sind ggf. alle Zahlungen drin u. du musst sie nur noch freigeben. Falls das noch nicht geschieht, bitte Hinweis an den Sachbearbeiter. Das sind 1, 2 Parameter, die im Programm für UO geschlüsselt werden müssen.
2. Überweisungen sind Handarbeit. Du kannst auf einen Beleg klicken u. dann direkt überweisen.
Es gibt Automatiken, die merken ob ein Beleg schon bezahlt wurde. Kann man individuell konfigurieren.
Ook zonder advocatenkantoor kunt u met Unternehmen online snel toezicht houden. Datev kent geen automatische betalingstransacties.
1. Lonen: Hiervoor levert het bureau u voor elke afrekening een betalingsbestand in de UO. Indien van toepassing, staan alle betalingen erin en hoeft u ze alleen maar vrij te geven. Indien dit nog niet is gebeurd, gelieve de griffier hiervan op de hoogte te brengen. Er zijn 1 of 2 parameters die in het programma voor de UO moeten worden gecodeerd.
2. overdrachten zijn handwerk. U kunt op een bonnetje klikken en dan direct overboeken.
Er zijn automatische systemen die opmerken of een bon al betaald is. Deze kunnen afzonderlijk worden geconfigureerd.
@theo ,
die Übersetzung in's Holländische klingt für mich, als Nicht-Holländer, streckenweise gut gelungen. Allerdings frage ich mich, warum von Anwaltskanzlei ("advocatenkantoor") gesprochen wird und welcher Kanzler gemeint ist. Im Moment haben wir noch keinen neuen Kanzler, sondern immer noch eine Kanzlerin 😁
@theo schrieb:
edit:
Indien dit nog niet is gebeurd, gelieve de griffier hiervan op de hoogte te brengen.
edit:
Übersetzung laut der "KI" einer Übersetzungs-Software):
... Falls dies noch nicht geschehen ist, informieren Sie bitte den Kanzler ...
... witzig klingt das holländische Wort "Belastingadviseur" für "Steuerberater"
(alles ohne Gewehr und ohne Gewähr, wie gesagt, ich bin kein Holländer 😁)
... Übersetzungsprogramme haben so ihre speziellen Tücken 😉
Wenn du mich zitierst, dann bitte wortlaut. Danke schön.
... sorry, @theo ,
.... habe oben den Originaltext (Zitat) hinzugefügt
Du hast Recht, nur das Original darf als Zitat verwendet werden
@Just-Holland ich denke hier finden sich ausreichend viele Vertreter von Kanzleien die digital gut aufgestellt sind.
Mir fallen gerade zwei ein die auch verkehrstechnisch von den Niederlanden aus nicht so schlecht erechbar sind. Nur so eine Idee.
Sehr lustig. Was hab ich zuletzt alles gehört, Home Office digitale Kanzlei aus: Costa-Rica, Ägypten u. Holland.
@theo Die Buchhaltung eines Mandanten wird in Italien vorbereitet. Der Mandant war schon 100% digital, seine "Buchalterin" überlegte wegen der Eltern zurück zuziehen. Statt sich zu trennen hat sie den Job einfach mit genommen. Da sprechen wir von München - Sizilien nicht von schlechtesten Falls niederländische Nordseeküste - Ruhrgebiet
Der Mandant schlug das vor und wir hatten auch kein Problem. Weil ob der jenige der die Belege vorerfasst in München, Berlin oder Rom sitzt wen juckt es?
Sie arbeitet jetzt halbtags für den Mandanten und kann ihre Eltern versorgen. Win Win
Die Paar Papierbelege scannt die Tochter des Mandanten nun als Schülerjob. "Kann auch was für ihr Freizeitvergnügen tun" 😇
Also warum nicht ein niederländisches Unternehmen mit Bedarf an einem deutschen Steuerberater aus dem Ruhrgebiet betreuen?
Für wichtige Besprechungen ist man in 2 - 3 Stunden da. Für den Rest gibt es Zoom, Bluejeans,.....
Vielen Dank @tax_castrop für Ihre nützliche 'Insights'. Der Aspekt 'Angst für Arbeitsplatz-Verlust' war nicht auf dem Radar. Ich werde es nochmal mit unserem Kanzlei besprechen.
1. Vielleicht hilft es 'ängstliche Kanzleien' zu wissen, dass wir uns freuen würden, wenn wir das Geld nicht länger an's buchen ausgeben müssten, an Fehler-Suche und suchen in E-Mails. Statt dessen würden wir dann gerne inhaltliche Beratung und mehr detaillierte Auswertungen bekommen.
2. Es ist noch nicht ausgemacht, das wir selbst in UO buchen werden. Wahrscheinlich werden wir die Belege im UO hochladen und die Stammdaten pflegen, aber das erfassen der Belege in Unternehmen Online, die Kanzlei überlassen. Die Arbeit bliebt für den Kanzlei dan mehr oder weniger gleich, aber es spart uns einen Arbeitsgang.
3. Wir sehen es als Lücke, dass unsere Kanzlei so wenig beratend tätig ist. Mann kennt sich in vielen Themen die für uns wichtig sind nicht aus. Das hören wir auch von andere kleinere Unternehmen. (20 - 100 Mitarbeiter). Gerade suche ich zB Info's über den e- oder X-Rechnung. Unsere Kanzlei kann uns darüber nicht informieren.
4. Sorgfältig arbeitende Fachkräfte die prezise mit Zahlen umgehen können, mit Buchhaltungs-KnowHow, werden händeringend gesucht, egal im welchen Alter. Also gehen vielleicht Arbeitsplätze bei Steuerkanzleien verloren, aber ohne Abreit wird mann nicht sein.
5. Menschen die mit DATEV umgehen können, können bestimmt auch schnell digitales coding lernen und in Programmierer-Jobs einsteigen. Eine Goldgrube.
Bin gespannt auf weitere Meinungen. Vor allem auch aus Ecken wo Angst lauert.
Auch @theo vielen Dank für den Tipps.
Der Hinweis bzgl Löhne ist sehr Hilfreich. Wir fragen es seit Monate und als Antwort hören wir dass mann 'ehrlich gesagt' noch nie mit UO online gearbeitet hat. Mann nicht wusste nicht wie das geht.
Es bedeutet für uns schon eine Erleichterung, wenn wir die Bankdaten im DATEV UO laden und so Belege zahlen können und Überweisungen mit Belege verknüpfen können.
@theo - Heel goed gedaan 🙂
@vogtsburger Für 'Kanzlei' gibt es keine spezifische Übersetzung ins Niederländische. Für Tausende Deutsche Wörter gibt es übrigens keine genaue Übersetzung.
Es ist Unklar warum Kanzlei übersetzt wird mit Anwaltskanzlei. Mann nutzt das generelle Wort 'kantoor' (Kontor), auch für Anwälte und Notare. Steuerberater wird tatsächlich übersetzt mit Belasting (Steuern) adviseur (Berater), aus dem Fransözisch, oder Accountant.
Wenn Ihr Steuerberater nicht mal bereit ist, 9 € für einen Anruf bei der Datev-Hotline auszugeben, damit diese mit dem Sachbearbeiter die Bereitstellung der Lohn-Zahlungen in UO einzurichten, dann sollten Sie sich das mit dem Nicht-Wechseln vielleicht noch einmal überlegen.
Wie werden denn die Löhne jetzt überwiesen? Doch bitte nicht manuell, dass machen unsere Mandanten schon seit 30 Jahren nicht mehr.
Vielen Dank für das Lob.
Einige Bemerkungen zu Ihrer Antwort:
1. Ängstliche Kanzleien wollen oftmals Steuerrecht pur machen. Aktive Beratung finden Sie da selten.
2. In UO können Sie nicht buchen. Im Datenaustausch ist das wirklich nur eine moderne Version des Pendelordners. Sie haben aber mehr Transparenz, mehr Effizienz und schnellere Prozesse. Nur herrscht auch auf Unternehmensseite dann oftmals die Vorstellung vor, dass die Effizienz auch geringere Preise zur Folge hat. Das kann aber nicht klappen. Ich vertrete die Auffassung, dass die höhere Effizienz es der Kanzlei ermöglicht, den Blick auf andere Dinge zu lenken und dann auch aktiv zu beraten und Hinweise zu geben. Nur wollen das Mandanten oft nicht bezahlen bzw. denken, mit der Buchhaltungsfee ist alles andere auch abgedeckt.
3. Siehe oben in 1.
4. Es geht weniger um Arbeitsplätze als vielmehr um den Gewinn des Kanzleiinhabers 🙂
Sie werden hier aber niemanden finden, der Angst vor der Digitalisierung hat. Dann wären wir nicht im Forum aktiv.
Wie ein anderer Forumsteilnehmer sagte: Ob Sie bei der jetzigen Kanzlei glücklich werden, weiß ich nicht. Ein paar Angebote von anderen, digitaleren Kanzlei einholen kann nicht schaden.
Tot ziens!
@salzinger In der Kanzlei ist, meine ich, nicht Klar geregeld, wer bei DATEV anrufen soll / darf / kann und wer die Änderungen im System vornehmen kann / darf. Es ist jedoch eine gute Lösungsansatz von Ihnen, danke.
@tax_castrop Mit Ihrem Hinweisen und Auffasung werden wir bestimmt ein Schritt weiter kommen. Es gibt Klarheit in der Situation.
Wie ich UO kennen gelernt habe, können Belege in den UO Maske (Modus 'Erweitert') sehr detailliert erfasst werden. Das erfassen der Belege in den UO Masken wollen wir vielleicht den Kanzlei überlassen. Danach können mit Banking Online automatisiert Zahlungsaufträge erstellt werden und können Ausgangsrechnungen überwacht werden.
Wenn die UO Masken detailliert ausgefüllt werden, müsste das eine Erleichterung beim buchen bedeuten. Wir würden gerne zahlen für inhaltliche Beratung und Unterstützung.
@Just-Holland Dann wäre jetzt die erste Hausaufgabe einen erweiterten Personenkreis festzulegen der die Post öffnen und scannen darf und geschult wird. Hört sich doof an aber es gibt so viele Fehlermöglichkeiten,...
Insofern das nicht alles schon passiert ist.
-->Eine Info an alle Mitarbeiter, das Post z.H. der Personalabteilung auch als solche zu kennzeichnen ist nochmal rausgeben. Sicherstellen das jeden dritten AT jemand mit der Berechtigung da ist diese Briefe zu öffnen....
Die Liste ist sicher noch um dutzende Punkte zu verlängern...
@jjunker Das ist geregelt - wir haben seit 2014 ein eigenen 'Cloud'. Selbst erstellen lassen mit NextCloud Software auf einen Server in Deutschland. So tauschen wir auch Dokumenten mit Kunden aus, vor allem auch 'Datenschwere' Dateien. Alles easy und ohne 'Silicon Valley'.